Restaurierung Röhrenradio Luxor Sopran Teil 3 Drucken E-Mail
Mittwoch, den 30. Januar 2013 um 12:45 Uhr

3. Teil über die Restaurierung des Röhrenradios Luxor Sopran 797W

Hier geht es zum 2. Teil

Nachdem abgesehen von der eingebauten UKW-Antenne sämtliche Teile vom Gehäuse demontiert wurden und das Frontbrett abgeschraubt wurde, kann es an das Schleifen gehen.

Beim Schleifen darf natürlich nicht das Furnier beschädigt werden. Mir ist bei der Arbeit ein Geruch aufgefallen, der mich an Muskat erinnerte. Nachfolgend die kommentierten Bilder:


Das Gehäuse auf der Werkbank. Geschliffen wird mit einem Schwingschleifer und Schleifpapier 240er bis 180er Körnung. Einige Stellen werden von Hand bearbeitet, bis keine Kratzer mehr zu erkennen sind. Die bereits vorhandene Schellack-Schicht hatte das Schleifpapier verklebt. Deshalb nahm ich am Anfang Stahlwolle.


Die Kratzer sind auf der Oberseite fast verschwunden. Zum Vorschein kommen allerdings weiße Streifen. Es ist warscheinlich Leimdurchschlag. Der Leim des Funiers tratt also durch die Fasern desselben. Ich hoffe das Problem mit Bimssteinpulver später beheben zu können.


Die Frontplatte war leichter zu schleifen als ich dachte. Hier ist der Schliff fast fertig. Mit dem Schwingschleifer immer etwas schräg zur Holzfaser schleifen, damit das Furnier nicht an den Rippen beschädigt werden kann.


Die Innenseite hat ebenfalls einen Schliff bekommen, damit sie sauberer erscheint und der Geruch der Jahrzehnte verfliegt. Mit einem sauberen Brett macht die Montage später auch mehr Spaß.


Auf der rechten Seite wurde mit dem Schleifen bereits begonnen. Auch hier konnten die Kratzer herausgeschliffen werden. Die Furnierreste, welche an manche Stellen übriggeblieben sind, werden von Hand weggeschliffen, um das intakte Furnier zu schonen. Wenn der Lack weg ist, darf nur noch in Faserrichtung geschliffen werden. Ab und zu habe ich mit einem etwas feuchten Lappen den Staub weggewischt, um die Oberfläche besser beurteilen zu können.


Beim Schleifen können kleinere Furnierstücke absplittern, die wieder mit Holzleim festgeklebt werden müssen. Ich trage bei kleinen Furniersplittern den Holzleim mit Wattestäbchen auf. Für einen guten Andruck der Leimung dienen Gummibänder, welche mit diversen Stiften oder Stäben zusätzlich gestrafft werden können. Nach dem Durchtrocknen werden die Bruchstellen mit feinem Schleifpapier (z.B. 100er Körnung) geschliffen. Und nach dem Lackieren mit Schellack fallen sie so gut wie nicht mehr auf.


Die obere Leiste wird hier gerade von Hand geschliffen, bis die Macken und Beschädigungen weitgehend verschwinden. Die Renovierung nimmt mehr Zeit in Anspruch als ich dachte. Aber das kennt man ja.


Alles abgeschliffen so gut es ging. Angefangen mit 180er Schleifpapier, zum Schluss mit 1200er Schleifpapier eine sehr glatte Oberfläche erzeugt. Die glatte Oberfläche ist für die nachfolgende Behandlung mit Schellack sehr sehr wichtig. Die Frontplatte wurde nur für das Foto eingesetzt. Vorsicht an den Kanten. Hier kann das Furnier leicht durchgeschliffen werden. Aus dem Frontrahmen konnten die meisten Macken herausgeschliffen werden. Diese habe ich teilweise von Hand, teilweise mit einem Eckenschleifer vorgenommen.


Die erste Schellackschicht wurde mit dem Ballen aufgetragen. Der Ballen erhielt etwa einen Esslöffel 40%ige, alkoholische Schellacklösung, die dann nochmals mit einem Esslöffel Alkohol verdünnt wurde. Auf das Porenfüllen habe ich verzichtet, da das Holz kaum Poren hatte. Die Kratzer und Macken sind jedenfalls verschwunden und es stellt sich schon zu Anfang ein schöner, gleichmäßiger, seidenmatter Glanz ein.

Hier geht es weiter zum 4. Teil

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. März 2015 um 12:34 Uhr
 

3. Februar 2017

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