Restaurierung Röhrenradio Luxor Sopran Teil 5 Drucken E-Mail
Donnerstag, den 07. Februar 2013 um 07:55 Uhr

5. Teil über die Restaurierung des Röhrenradios Luxor Sopran 797W

Hier geht es zum 4. Teil

Das Gehäuse ist mit Schellack lackiert worden und damit restauriert. Nun steht der Zusammenbau des Radios an. Doch vorher muss das defekte Magische Auge mit der Bezeichnung EM34 ihren Ersatz durch die wesentlich kostengünstigere 6E5C aus russischer Produktion erhalten. Schließlich ist der seitliche Drehknopf abgebrochen. Ein Teil muss nachgegossen werden.

Umrüstung des Radios vom Magischen Auge EM34 auf die 6E5C: Nachfolgend ist die Umrüstung in Bildern festgehalten.


In dieser Halterung sitzt die alte EM34, welche auf Grund des üblichen Verschleißes der Leuchtschicht nur noch ganz schwach leuchtet.


Das ist die nagelneue 6E5C, welche ich mir kostengünstig aus Bulgarien besorgt habe. Leider ist sie zur EM34 nicht pinkompatibel. Anpassungen an der Verdrahtung sind notwendig.


Nahaufnahme der 6E5C.


Die alte EM34 hat dieselben Abmessungen. Der grüne Punkt signalisiert, dass dieses Exemplar zur ursprünglichen Röhrenbestückung des Radios gehört. Dieser grüne Punkt wurde aus Garantiegründen angebracht.


So sieht die ursprüngliche Beschaltung aus: Schwarzes Kabel: Masse, Blau: Heizspannung, Rot: Anodenspannung, Grau: Eingangsspannung zum Steuergitter. Der Kondensator ist zwischen Masse und Steuergitter geschaltet. Der Leckstrom des Kondensators ist unerheblich und setzt vielleicht die Empfindlichkeit der Schaltung etwas herab, was erwünscht ist, denn die 6EC5 ist empfindlicher als die EM34.


Die Umbauanleitung ist hier zu finden und erspart etwas Nachdenken.


Die neue Verdrahtung war kein Problem. Den Widerstand hatte ich vorher überprüft, denn hochhohmige Widerstände haben gerne die Neigung altersbedingt noch hochohmiger zu werden.


Die 6E5C ist eingesteckt. Gleich kommt der spannende Moment des ersten Einschaltens.


Und sie leuchtet wunderbar und hell. Allerdings muss die Lippe um über 90° nach oben verschoben werden. Dazu muss der Röhrensockel vedreht werden. Jetzt kommt Arbeit auf mich zu.


Der Röhrensockel ist vernietet. Die Nieten werden vor Ort mit dem Akkuschrauber und einem 6mm-Bohrer aufgebohrt.


Nach dem Bohren eines neuen Loches, dem Feilen und Justieren sitzt die Röhre hoffentlich endlich im richtigen Winkel.


Nun bin ich mal gespannt, ob das neue Magische Auge wirklich im richtigen Winkel sitzt. Die neuen Kreuzschlitzschrauben für die Befestigung der Fassung mögen ein Stilbruch sein, doch sie fallen noch nicht einmal dann auf, wenn man die  Rückwand des Radios öffnet.


Dieses Video zeigt die neue 6E5C in Aktion beim UKW-Empfang.


Makroaufnahme der 6E5C im Betrieb. Rot glüht die Kathode und grün die Leuchtschicht.

Hier geht es weiter zum 6. und vorläufig letzten Teil!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. März 2015 um 12:34 Uhr
 
3. Februar 2017

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