Alte Notebooks aufrüsten Drucken E-Mail
Donnerstag, den 24. März 2011 um 12:15 Uhr

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Alte Notebooks aufrüsten

Am Beispiel eines alten Toshiba Satellite Pro SP4280, welcher wahrscheinlich aus dem Jahre 2000 oder 2001 stammt, möchte ich zeigen, wie sich solche alten Geräte noch sinnvoll verwenden lassen, wenn man sie mit wenig Geld aufrüstet.

Ausgangssituation: Der geschenkte Toshiba Satellite Pro SP4280 kam mit einer praktischen Tasche daher und hatte als Betriebssystem Windows 98 und ein eingebautes Internet-Modem, welches man zu der damaligen Zeit mit dem analogen Telefonanschluss verbindete, denn damals waren DSL- und Flatrate noch nicht vorhanden oder so gut wie unbekannt. In diesem Zustand hat das Notebook also kaum einen praktischen Nutzen.


Das aufgerüstete Toshiba Satellite Pro 4200 mit Windows 2000 und der auf der linkens Seite eingesteckten WLAN-PCMCIA-Karte ist über WLAN mit dem Internet verbunden und somit wieder alltagstauglich geworden. Als Maus dient eine moderne, optische PS2-Maus, die rückwärtig angeschlossen werden kann. Leider konnte der Arbeitsspeicher nicht mehr erweitert werden. was eine deutliche Geschwindigkeitsverbesserung gebracht hätte.


Mit der genauen Typenbezeichnung, welche sich auf der Unterseite befindet, geht die Suche nach den technischen Daten und vor allen Dingen den Treibern los.

Zielsetzung: Das Notebook muss drahtlos über WLAN ins Internet gelangen können. Außerdem soll das Notebook teil eines PC-Netzwerkes werden, um Dateien von einem zum anderen PC übertragen zu können.

Lösung: Auf der linken Seite besitzt das Notebook einen Schlitz für den Cardbus, um dort eine PCMCIA-Karte einstecken zu können. Solche Karten gibt es auch als PCMCIA-WLAN-Karten bei Ebay oder vielen Elektronikversendern. Ich besorgte mir eine solche und wollte sie installieren. Leider musste ich feststellen, dass meine PCMCIA-Karte nicht von Windows 98 unterstützt wird. Deshalb war ich gezwungen ein moderneres Betriebssystem zu installieren.

Neue Treiber für Windows 2000: Bedauerlicherweise fand ich keine Soundkarten- und Graphikkarten-Treiber für XP, sondern nur Windows 2000, welches schließlich zum Einsatz kam. Die Treiber für Sound und Grafik für den Toshiba SP4280 für Windows 2000 gibt es hier zusammengefasst in einer Zip-Datei. Weitere Treiber für Toshiba-Notebooks findet man zum Beispiel unter http://at.computers.toshiba-europe.com. Dort hatte ich meine Treiber gefunden, die aber dort jetzt nicht mehr auffindbar sind. In der Regel sollte man immer versuchen die Treiber direkt von den Herstellerseiten herunterzuladen. Viele Seiten, welche versprechen automatisch die Treiber abzudaten, führen leider oft Böses im Schilde, indem sie einen Virus ins eigene Betriebsystem setzen. Die Treiber sichert man für die Zukunft auf eine CD, falls sie nicht mehr im Internet auffindbar sein sollten. Auf diese CD können noch weitere Unterlagen und Programme gesichert werden, damit man alles griffbereit hat.


Das herausragende Stück der PCMCIA-Karte stört beim Transport und es besteht die Gefahr, dass sie bei einem Stoß versehentlich gewaltsam in das Notebook-Gehäuse gedrückt wird, was zu Beschädigungen führen kann. Deshalb sollte man die PCMCIA-Karte vor dem Transport herausnehmen.

WLAN mit PCMCIA-Karte oder USB? Alternativ hätte man statt der WLAN-PCMCIA-Karte einen WLAN-USB-Stick verwenden können, doch die USB-Variante würde die Prozessor-Leistung mehr belasten als PCMCIA. PCMCIA-Karten gibt es übrigens auch mit einem LAN-Anschluss für das Netzwerkkabel oder für einen drahtlosen Internetzugang über UMTS.


PCMCIA-Karte für WLAN.

Ubuntu als Betriebsystem: Für ältere Rechner wären insbesondere Ubuntu Netbook oder Linux Mint eine reizvolle Alternative. Leider ist das Einrichten aller notwendigen Treiber manchmal nicht so einfach und man ist gezwungen sich durch die einschlägigen Ubuntu- und Linux-Foren geduldig durchzuschlagen. Ubuntu wird eines meiner nächsen Projekte sein.

Testen der Hardware: Regelmäßige Abstürze oder ein Totalausfall können vielfache Ursachen haben. Es kann an der Soft- ode Hardware liegen. Bei einem Fall ließ sich das Betriebssystem nicht mehr starten. Als Ursache wurde erst eine defekte Festplatte vermutet. Tatsächlich war es aber der Arbeitsspeicher. Dies konnte nur mit einem bootfähigen Testprogramm herausgefunden werden. Wenn sich das Betriebssystem überhaupt nicht mehr starten lässt, benötigt man eine Hardware-Test-CD, die sich vom CD-Lauwerk booten lässt. Unter http://www.ultimatebootcd.com/ gibt die völlig kostenlose Ultimate Boot-CD, welche eine Vielzahl von Diagnose-Programmen enthält. Unter http://www.computerbild.de ... Ultimate-Boot-CD ... .html kann man sich die CD als 300 MByte große ISO-Datei herunterladen. Man achte beim Brennen der CD darauf, dass das Brennprogramm eine Image-CD herstellt. Nur dann kann die CD selbständig booten.

Ergebnis der ganzen Mühe: Etwas Geduld muss man mitbringen, bis Windows 2000 hochgefahren ist, dafür kann man dann im Internet mit dem Internet Explorer recht flott surfen. Für Firefox ist das Notebook leider doch etwas lahm. Falls eine Speicherweiterung bei Notebooks möglich ist, sollte man eine Aufrüstung bis zu 2 GByte auf jeden Fall versuchen, weil dies eine deutliche Geschwindigkeitssteigerung liefert. Leider ist der Rechner auch bei der Sound-Wiedergabe überfordert, was sich durch gelegentliche Klick-Geräusche bemerkbar macht. Für Skype und VoIP mit dem Softphone XLite reicht die Tonqualität jedoch völlig aus.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. Dezember 2011 um 21:29 Uhr
 
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