| Audion mit PCL86 |
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| Geschrieben von: Volker Lange-Janson |
| Dienstag, den 16. Februar 2010 um 14:15 Uhr |
Audion mit der der PCL86Dieses Bastelprojekt über einen Rückkopplungsempfänger mit der Verbundröhre PCL86 ermöglicht den Empfang auf Kurz- und Mittelwelle über einen Lautsprecher. Zum Einsatz kommt die Verbundröhre PCL86 (Datenblatt hier), welche ursprünglich in TV-Geräten in der NF-Endstufe verwendet wurde. Die Schaltung entlehnt sich an der von B. Kainka unter http://www.b-kainka.de/kosmos/radiomannpcl86.htm veröffentlichtenden Schaltung. Die Schaltung: Der Triodenteil der PCL86 dient als Audion. Die sehr weich einsetzende Rückkopplung wird mit dem Potenziometer so eingestellt, dass die Röhre gerade nicht schwingt und kein Pfeifen mehr zu hören ist. Als Antenne diente für Mittelwelle ein 7 m im Keller verspannter Draht. Für die Kurzwelle reichten ein bis zwei m Draht aus. Zu lange Drähte bedämpfen den Eingangskreis so stark, dass eine Rückkopplung nicht mehr einsetzte. Auch kann man die Antenne direkt an die Spulenanzapfung anschließen. Was am besten ist, findet man durch Experimentieren heraus. Selbstverständlich wird der Schwingkreis auch durch die Antenne selbst verstimmt. Als unverzichtbare Erdung diente die Zentralheizung, die besser als der Schutzleiter funktioniert.
Die Pentode dient als NF-Verstärker. Ich habe einen Kathodenwiderstand hinzugefügt, damit das Steuergitter eine negative Vorspannung erhält. Der Elko parallel zum Kathodenwiderstand erhöht die NF-Verstärkung. Als Ausgangsübertrager geht zur Not auch ein kleiner Netztrafo mit einer Sekundärspannung von 12 Volt oder noch besser 6 Volt.
Das Netzteil konnte ich mit einem Spannungsvervielfacher aus zwei Dioden und zwei Elkos realisieren, da ich in der Bastelkiste einen Trafo fand, der mir eine Sekundärspannung von 35 Volt lieferte, womit mir eine Anodenspannung von 95 Volt gelang. An der 13-Volt-Anzapfung des Trafos konnte ich den Heizfaden der ECL86 anschließen. Parallel zu den Gleichrichterdioden liegen 100-nF-Kondensatoren zur Brummunterdückung.
Empfangsleistung: Diese hängt sehr stark vom der Jahreszeit, der Tageszeit und dem gewählten Band ab. Abends kommen sehr viele Stationen auf Mittelwelle und Kurzwelle rein, die zum Teil glasklar und laut zu empfangen sind. Möchte man einen bestimmten Sender zuverlässig empfangen, ist ein Einkreiser sicher nicht die richtige Wahl. Hat man einen starken Ortssender in der Nähe, den man gern hören möchte, lohnt es sich für diesen einen Sender die Schaltung nicht nur als Versuchsaufbau zu betreiben. Interessant wären Versuche mit einer PCL84, denn diese hat eine Triode mit höherer Steilheit, was eine Empfindlichkeitssteigerung bedeuten müsste. Fazit: Ich war wirklich erstaunt, was man selbst mit einem Versuchsaufbau aus einer einzigen Röhre herausholen kann. Der Empfang ist bei 95 Volt Anodenspannung (Vorsicht, hohe Spannungen können lebensgefährlich sein) deutlich besser als bei 60 Volt. Es ist eine wunderbare Schaltung zum Experimentieren, mit der man eine Gefühl für Hochfrequenz erhält und Erfahrungen sammelt, die für den Bau und die Reparatur von Röhrenradios unschätzbar sind. Möchte man damit einen starken Ortssender empfangen, lohnt sich ein stabiler Aufbau in einem Gehäuse, um es als Radio für den Alltag zu betreiben. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 16. Februar 2010 um 19:31 Uhr |