Bau eines stabilisierten Netzteils mit minimalem Aufwand Drucken E-Mail
Donnerstag, den 04. September 2014 um 18:22 Uhr

Bau eines stabilisierten Netzteils mit minimalem Aufwand

Auf die Schnelle hatte ich ein stabilisiertes Netzteil 12 Volt / 400 mA benötigt. Dabei sollte der Aufwand so gering wie möglich sein. Was macht also der bequeme Bastler?

In der Bastelkiste fand ich ein Steckernetzteil 12 Volt / 500 mA, das auf Grund seiner Widerstandswicklung im Leerlauf tatsächlich 20 Volt lieferte. Für den geplanten Betrieb an einem Router war mir dies zu unsicher. Also wurde auf einem Stück Leiterplattenbasismaterial, das ich mit der Blechschere passend zurechtschnitt, mit einem Festspannungsregler eine kleine Schaltung aufgebaut, die keiner weiteren Erklärung bedarf.

Nun fehlte noch das Gehäuse. Die einfachste Lösung war eine alte Pillendose mit Schraubverschluss. Die beiden Zuleitungen bekamen Knoten für die Zugentlastung. Der Deckel bekommt zwei Löcher für die Kabel und der Boden einige Löcher für die Belüftung. Mit Klebeband wird der ursprüngliche Aufkleber überklebt. Fertig ist das Netzteil. Bei 200 mA sank die Spannung des Steckernetzteils übrigens auf 16 Volt. Die Anordnung ist elektrisch sicher, da das Steckernetzteil durch seine Widerstandswicklung kurzschlussfest ist.


Minimaler Aufwand für stabilisierte 12 Volt / 400 mA.


Die Spannungsstabilisierung befindet sich einer Pillendose. Die Leiterplatte wird einfach in die Dose gestopft. Die Kabel verhindern ein Klappern des Aufbaus.


Realisierung der Spannungsstabilisierung mit einem altbekannten Festspannungsregler. Die Kupferfläche dient gleichzeitig zur Kühlung des Festspannungsreglers. Die beiden Elkos haben 100 uF und die beiden blauen Kondensatoren bisitzen 100 nF. Oben der Eingang, unten der stabilisierte Ausgang.


Ein paar Löcher zur Belüftung können nicht schaden.

Die ganze Aktion war in einer knappen Stunde erledigt. Natürlich hätte man auch eine Leiterplatte entwerfen und anschließend fräsen können. Das Gehäuse hätte man mit einem 3D-Drucker erstellen können. Schließlich wäre eine digitale Strom- und Spannungsanzeige noch ein echter Hingucker. Aber warum mit Kanonen auf Spatzen schießen?

Ein neues Netzteil für meinen Router hätte um die 12 € gekostet. Allerdings besteht die Gefahr, dass diese gewöhnlich als Schaltnetzteil aufgebaute Steckernetzteile den Rundfunkempfang stören. Da baue ich mir mein längsgeregeltes Netzteil doch lieber gleich selber.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. März 2015 um 08:26 Uhr
 

3. Februar 2017

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