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Dienstag, den 15. Mai 2012 um 07:50 Uhr

Der Einfluss der "Handy-Strahlung" und der magnetischen Felder auf das menschliche Gehirn

Dass starke magnetische Felder Einfluss auf des menschliche Gehirn haben, ist seit vielen Jahrzehnten bekannt. Dieser Effekt wird auch in der medizinischen Diagnostik und in der Therapie verwendet. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben auch gezeigt, dass ein Handy, welches eingeschaltet direkt am Kopf gehalten wird, Effekte im menschlichen Gehirn auslöst. Eine Gesundheitsgefährdung durch die Funkwellen der Mobiltelefone konnte jedoch dadurch und trotz weiterer unzähliger wissenschaftlicher Untersuchungen nicht festgestellt werden. Was jedoch mit Sicherheit krank macht, ist die Angst und die Einbildung davor, die Funkwellen der Mobiltelefone würden krank machen. Drei nachfolgende Filmbeiträge der TV-Reihe "Geist & Gehirn" des bekannten Neurobiologen und Psychiaters Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer klären auf.

Elektrosmog: Laut dem Wikipedia-Artikel über Elektrosmog liegen bisher keine breit anerkannten wissenschaftlichen Beweise für die Schädlichkeit von Elektrosmog gegenüber Menschen vor, obwohl bereits mehrere 10.000 Untersuchungen vorliegen. Aberglaube und die unbegründete Angst vor Handys machen allerdings krank und bieten ein breites Geschäftsfeld für Quacksalber, um den ahnungslosen Betroffenen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Filmbeitrag "Gefahr durch Handys?": Bisher war nur die thermische Erwärmung des Gehirns von etwa 0,1 °C durch die Funkwellen eines Handys bekannt. Nun zeigt eine weitere Studie, dass durch ein eingeschaltetes Handy direkt am Kopf gehalten, die betroffene Seite der Gehirnrinde ein wenig erregbarer wird. Vielleicht ist dies sogar förderlich für die Gehirnleistung? Der nachfolgende Film erklärt den Versuch.


Gefahr durch Handys?

Gefahr von Handymasten? Wenn keine gesundheitsgefährdeten Effekte von Mobiltelefonen, die direkt am Kopf gehalten werden, signifikant nachgewiesen werden können und die Effekte im Gehirn sehr gering sind, können die Gefahren durch Handymasten ausgeschlossen werden, denn die Feldstärken der Handymasten sind den Größenordnungen nach um den Faktor 1/10.000 oder 1/100.000 geringer als ein Handy, das direkt am Ohr gehalten wird. Die Feldstärke nimmt nämlich umgekehrt zum Quadrat mit der Entfernung ab. Außerdem strahlt nicht der gesamte Handymast, wie manche tatsächlich glauben, sondern nur die relativ kleinen Antennen ganz oben, die zudem noch flach abstrahlen. Das heißt, direkt am Fuß des Mastes ist die Strahlung eher gering.

Filmbeitrag "Magnetstimulation": Der nachfolgende Film demonstriert im Selbstversuch, wie extrem starke und kurze magnetische Impulse, welche Stromimpulse im menschlichen Gewebe induzieren, Reaktionen der Nervenzellen auslösen, so dass eine Spule in der Nähe des Kopfes z.B. die Zuckung einer Hand auslöst. Zur Nachahmung nicht empfohlen.


Magnetstimulation


Schematische Darstellung der transkraniellen Magnetstimulation (Bildquelle: Wikipedia).

Filmbeitrag "Therapie mit Magnetfeldern": Mit gezielt eingesetzten magnetischen Impulsen können seltene Lähmungserscheinungen erfolgreich behandelt werden. Zudem sollen damit wahrscheinlich auch Depressionen erfolgreich behandelt werden können.


Therapie mit Magnetfeldern

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. März 2015 um 08:13 Uhr
 
3. Februar 2017

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