| Eigener Web-Server mit Simple Server oder Apache |
|
|
| Geschrieben von: Volker Lange-Janson |
| Freitag, den 26. Juni 2009 um 10:17 Uhr |
Der eigene Web-Server zum ExperimentierenSeit dem 3. November 2007 besitze ich einen bescheidenen, wenn auch eigenen Server, auf dem sich diese Seite befindet. Aus einer Laune heraus bin ich dazu gekommen und die Einrichtung war einfacher als ich dachte. Einen eigenen Server zu haben, bereitet einfach Freude und man lernt einiges über Netzwerktechnik. ![]() So sieht mein Web-Server aus, der im Keller untergebracht ist. Der Rechner ist eigentlich ein Notfallrechner, falls mein Hauptrechner ausfallen sollte. Die geblümte Tapete im Hintergrund entspricht übrigens nicht so ganz meinem Geschmack. Sie stammt noch vom Vorbesitzer des Hauses. Die Tastatur habe ich für etwa 1 Euro auf dem Flohmarkt erstanden und in der Geschirrspülmaschine gereinigt. Dieser Rechner ist über WLAN mit dem Router verbunden. Auf dem Rechner sieht man meine selbstgebastelte Dreifach-Biquad-WLAN-Antenne. In meinem WLAN hat jeder Rechner seine fest zugewiesene IP-Adresse, was die Arbeit und die Installation vereinfacht. Derzeit befindet sich der Webauftritt auf einer externen USB-Fesplatte. ![]() Dreifach-Biquad-Antenne für WLAN aus Draht, Heißkleber und Leiterplatenbasismaterial Bei der Installation des Servers war mir die Seite http://www.axel-buddenbaum.de/factory/serverhelp/index.html sehr hilfreich. Hier steht eigentlich alles, was man wissen muss und alle weiteren, notwendigen Links sind angegeben. Als Server-Programm habe ich simpleserver verwendet. Die Installation ist mit ein paar Mausklicks erledigt und für meine Zwecke, der Präsentation von ein paar Web-Seiten, reicht dieses kostenlose Programm völlig aus. Nun muss man aber noch mit seinem Server ins Internet kommen. Die eigene URL seines Servers ist zum Beispiel unter http://www.dyndns.com/ kostenlos erhältlich. Dort bei DYNDNS habe ich sie mir geholt. Diese Organisation stellt auch ein kleines Programm unter http://www.dyndns.com/support/clients/ zur Verfügung, das regelmäßig die aktuelle dynamische IP meines Internetzugangs DYNDNS mitteilt. Dieses Programm installiert man auf dem Rechner seines Servers. Bei mir hat dieses Programm Probleme bereitet, so dass ich es abgeschaltet habe und die aktuelle IP von Hand eingebe. Seine akutelle IP-Adresse kann man übrigens mit http://checkip.dyndns.com/ überprüfen. Weiterhin muss man, falls man einen Router hat, diesen noch einstellen. Bei meinem von Speedtouch gab es ein Menü für den Eintrag seiner URL von DYNDNS. Außerdem muss man der Firewall des Routers mitteilen, dass man einen Server betreibt. Verwirrend war nur, dass beim Aufruf der URL des eigenen Servers immer noch das Menü des Routers erschien, wenn man ihn vom eigenen WLAN aufrief. Vom Internet konnte man allerdings ohne Probleme die Inhalte des Servers - also seine Webseiten - aufrufen. Das muss man wissen, um nicht zu verzweifeln. Das Problem ist unter http://www.dyndns.com/support/kb/loopback_connections.html beschrieben. Dort steht auch die Lösung. Wer kein WLAN oder LAN hat, sondern nur ein DSL-Modem, das mit einem Kabel zum Rechner verbunden ist, hat es viel einfacher. ![]() Der einfach zu bedienende Server "simple server" ist kostenlos unter http://www.analogx.com/contents/download/network/sswww.htm erhältlich. Der Upload meines 2 MBit/sec schnellen ADSL-Zugangs schafft 300 kBit/sec, womit Dateien demnach nur mit maximal etwa 30 kByte/sec von meinem Server heruntergeladen werden können. Da mir der Name http://sm5zbs.ham-radio-op.net/ zu lang war, habe ich mir eine weitere kostenlose Domain mit dem Namen http://www.sm5zbs.de.vu unter http://www.nic.de.vu besorgt. Bei der Anmeldung aufpassen, dass man später nicht mit Werbung zugemüllt wird. Falsche Adressenangaben werden offenbar akzeptiert. Mit diesen Domains ist allerdings nur eine Weiterlung auf andere Domains möglich. Unter http://www.sm5zbs.de.vu kann man diesen Server jetzt also auch erreichen. So ein eigener Server hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Größter Nachteil ist, dass im Idealfall der Rechner durchgehend laufen sollte und regelmäßige Wartung verlangt. Zum Beispiel muss man sich um die Datensicherung selbst kümmern. Der Download ist relativ langsam und durch den Upload des DSL-Anschlusses begrenzt. Die Firewall muss zudem den Port 80 freigeben, weil sonst ja der HTML-Server nicht erreichbar ist. Dies kann man unter http://www.dyndns.com/support/tools/openport.html kontrollieren, wenn man bei DYNDNS registriert ist. Von Vorteil ist, dass man seine Webseiten in HTML problemlos aktualisieren kann. Ich mache das mit Mozilla und mit einem Mausklick ist die Seite aktualisiert, da sie sich ja schon auf dem Server befindet. Außerdem spart man sich die Kosten für einen externen Server und hat nach Einbau einer entsprechend großen Fesplatte Serverkapazitäten in der Größenordnung von mehreren 100 GB, wovon andere nur träumen können. Zur Zeit habe ich auch Apache 2.2.6 laufen, das sich unter http://apache.dataphone.se/httpd/binaries/win32/ befindet. Ich helfe bei der nicht ganz einfachen Konfiguration gerne weiter. Ob Apache gerade bei mir läuft, kann man unter http://sm5zbs.ham-radio-op.net/apache/ testen. Vielleicht hat nun der eine oder andere Lust bekommen, auch einen eigenen Server zu betreiben. Dazu braucht man noch nicht einmal einen gesonderten Rechner, wie ich das aus Sicherheitsgründen gelöst habe. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 14. Juli 2009 um 14:23 Uhr |