| FT-747GX, Modifikationen und Reparatur-Tipps |
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| Geschrieben von: Volker Lange-Janson |
| Donnerstag, den 18. Juni 2009 um 17:13 Uhr |
Reparaturen und Modifikationen am FT-747GX von YaesuMeine gesammelten Erfahrungen mit Reparaturen und Umbauten an meinem altersschwachen Kurzwellen-Transceiver FT-747GX von YAESU möchte ich hier anderen Funkamateuren zur Verfügung stellen. Ich bitte allerdings um Verständnis, dass ich keinerlei Haftung übernehmen kann. Außerdem bin ich nicht für den Inhalt externer Links verantwortlich. Linkliste zum FT-747GX:
Fehlerbeschreibung: Anfängliches Springen bei der Abstimmung der Frequenz. Im Endstadium konnte die Frequenz nur in eine Richtung abgestimmt werden. Außerdem sprang die Frequenz bei Erschütterungen. Die Achse des Drehknopfs hatte zudem sehr viel Spiel. Ursache: Mechanischer Verschleiß des Frequenzabstimmungsschalters. Austausch des Frequenzabstimmungsschalters: Abziehen des Gummirings auf dem Drehknopf. Es kommt dann auf dem Knopf ein kleines Loch zum Vorschein, in das man einen Imbuss-Schlüssel steckt um eine kleine Madenschraube zu lösen, die den Drehknopf auf der Achse festhält. Den Knopf kann man dann abziehen. Dann sieht man eine Mutter, welche den Frequenzabstimmungsschalter auf der Frontplatte hält. Diese Mutter entfernt man. Ebenso die Unterlegscheibe. Nun muss man das Gehäuse öffnen. Dazu zieht man die beiden seitlichen Metallschienen nach hinten heraus. Anschließend kann man den Deckel, der mit Schnapp-Befestigungen gesichert ist, lösen. Dazu drückt man vorne mittig auf den Deckel. Danach kann man die gesamte Front, welche an den Seiten ebenfalls eingeschnappt ist, nach vorne klappen. Nun kann man die Leiterplatte der Front ebenfalls lösen, welche seitlich und oben an den Rändern in die Frontplatte eingehakt ist.
Jetzt kann man den Frequenzabstimmungsschalters herauslöten. Dies macht man lieber mit Lötsauglitze anstatt eine Entlötpumpe. Eine Entlötpumpe geht auch, kann aber die dünnen Leiterbahnen zerstören. Insgesamt sind 8 Lötpunkte zu bearbeiten. Zur Orientierung: An dem oberen ist ein Metallbügel angelötet. Von ihm geht eine sehr dünne Leiterbahn zum Prozessor.
Der rechte sitzt unmittelbar an einer Ecke des Prozessors .Unten sind 5 Lötpunkte vom Zinn zu befreien. Von oben betrachtet ist am linken dieser fünf ist ein Widerstand frei in der Luft hängend angelötet. Der Einsatz einer Lupe ist ratsam. Durch vorsichtiges Rütteln kann man nun den defekten Frequenzabstimmungsschalter herauslösen.
Rastung entfernen: Bevor man den neuen Schalter einbaut, hat es sich jedenfalls bei mir sehr bewährt, die Rastung zu entfernen, welche durch eine kleine Kugel erzeugt wird. Dazu muss man den Frequenzabstimungsschalter öffnen. Den Vorgang übt man am besten an dem alten Teil. Zum Öffnen sind die vier Metallbügel des rückwärtigen Blechdeckels umzubiegen. Nun kann man das Teil mit der Achse entfernen. In den andern Teil sind man mehre Kontaktfedern und eine kleine Kugel, welche durch eine Feder gegen die zahnradähnliche Kontaktscheibe gedrückt wird. Diese Kugel fällt meistens von selbst heraus und ist dann fast nicht mehr auffndbar.
Nach entfernter Rastung geht die Frequenzeinstellung nun lautlos ohne Rattern und wirkt angenehm leichtgängig, was bei Kontesten sehr von Vorteil ist.. Es gibt auch keine Probleme, mit dem Frequenzeinstellknopf die eingespeicherten Frequenzen aufzurufen. Für mich hat sich der Eingriff auf jeden Fall gelohnt. Zusammenbau: Der Zusammenbau folgt in umgekehrter Reihenfolge. Die Lötstellen sind mit einer Lupe auf Lötbrücken zu kontrollieren. Sollten Druckschalter auf der Frontplatte nicht mehr einwandfrei funktionieren, weil sich die Leiterplatte etwas verbogen hat, sind diese mit einem Schraubzieher und dem Lötkolben etwas herauszuhebeln und mit etwas Abstand einzulöten. Einstellen der Schwer- oder Leichtgängigkeit des Drehknopfes: Wenn der Drehknopf nach Entfernen der Rastung zu leichtgängig geht, kann man eine Bremse in Form von zwei kreisrunden Plastikscheiben erzeugen. Die Plastikscheiben schneidet man aus alten PET-Mehrwegflaschen und versieht sie mit 6,5-mm-Bohrungen, die man über die Achse schiebt. Die Wölbung der Scheiben erzeugt die Bremswirkung. Durch die Wahl des Abstandes zwischen Drehknopf und Gehäusewand stellt man die gewünschte Schwergängigkeit ein. 2. Umbau des FT-747GX für schmalbandige, digitale Betriebsarten Für RTTY, Amtor, PSK31, MFSK16, Hellschreiben und andere Digi-Modes muss ich meinen Yaesu FT-747GX im Sendebetrieb mit AFSK betreiben. Dies geht nur in der Stellung SSB (USB), bei der für diese Zwecke das viel zu breite SSB-Filter zum Einsatz kommt. Es wäre nun von Vorteil, wenn man statt des SSB-Filters ein schon vorhandenes CW-Filter verwenden könnte. Dazu habe ich meinen Transceiver wie folgt umgebaut (modifiziert, verbastelt), in dem ich mit einem Schalter die Schaltspannungen für das SSB- und CW-Filter vertauscht habe. Ein auf einer Lochrasterplatte befestigtes Relais sorgt für die Umschaltung der Filter-Schaltspannungen, so dass das CW-Filter in Stellung SSB eingeschaltet ist, während gleichzeitig das SSB-Filter abgeschaltet wird. Befestigt werden kann die Leiterplatte mit Hilfe der vorderen M3-Gewindebohrung, welche sich oben auf dem Aluminiumdruckgussgehäuse der Senderendstufe befindet.
Damit die Lochrasterplatte sich nicht verdrehen kann, weil sie ja nur mit einer Schraube befestigt werden kann, habe ich neben der Bohrung auf der Leiterplatte zwei Tropfen Heißkleber erstarren lassen. Durch diese beiden Höcker verspannt sich die Leiterplatte und verrutscht somit nicht, ohne dass man sie verkleben musste.
Damit es keinen Kurzschluss zwischen den Relaisanschlüssen und dem innen metallisierten oberen Deckel des FT-747GX geben kann, habe ich diesen mit einer QSL-Karte und Klebefolie (breites Paketklebeband) an der kritischen Stelle isoliert. Für die Umschaltung der Schaltspannungen ist die Filterplatine auszubauen und es sind die entsprechenden Leiterbahnen auf dieser Filterplatine zu trennen und mit dem Relaiskontakten entsprechend zu verbinden. Durch die Durchtrennung der beiden Leiterbahnen entstehen 4 neue Anschlüsse, die hier Cw-ein, Cw-aus, SSB-ein und SSB-aus genannt werden. Man braucht nun ein Relais mit 2 Öffnern und einem Schließer. Wie folgt sind die Anschlüsse mit dem Relais zu verbinden: ----------------------------------------------------------------------------
Welche Schaltspannungen für welche Filter zuständig sind, findet man durch Messungen mit einem Spannungsmesser heraus. Außerdem hilft noch das Schaltbild, das allerdings nicht besonders hilfreich war. Einen Bestückungsplan der Filterplatine hatte ich nicht zur Verfügung. Anstatt eines Relais sind auch elegantere Lösungen denkbar, die ich jedoch nicht erprobt habe. Leider sind die Schaltspannungen nicht TTL-kompatibel. Denkbar wäre der Einsatz einer einfachen Logik mit CMOS-Gattern. Das Relais selbst wird mit dem Schalter für den Noise-Blanker (NB) geschaltet, dem damit eine andere Aufgabe zugeordnet ist. Dazu muss nur eine Leiterbahn getrennt werden. Der andere Anschluss des Schalters bleibt an Masse. Als Schaltspannung für das Relais wurde die Betriebsspannung der Skalenbeleuchtung angezapft (etwa 8 Volt).
Die Wicklung des Relais wird also zwischen der Skalenbeleuchtungsspannung und desjenigen Schalterkontakts gelegt, welches nicht an Masse liegt. Dies ist jener Kontakt, der durch die Leiterbahndurchtrennung frei in der Luft hängt. Dadurch ist der Noise-Blanker nun für immer abgeschaltet. Nach dem Umbau fließt in eingedrückter Stellung des Noise-Blanker-Schalters Strom durch die Relaiswicklung. Für den Umbau ist es abgesehen von der Filterplatine nicht erforderlich Leiterplatten auszubauen. An die Platine der Frontplatte kommt man besser heran, wenn man die Gerätefront umklappt. Dazu muss man nur Snap-in-Befestigungen oben und an den Seiten des Plastikgehäuses lösen. Entsprechendes Drücken hilft da. Außerdem muss man noch die kleine Leiterplatte mit den Filtern ausbauen. Sie ist nur mit einer Schraube befestigt und kann nach dem Zusammendrücken einer Plastiknoppe von der Hauptplatine abgezogen werden. Noch ein kleiner Tipp: Den Schraubendreher sollte man magnetisieren, damit die Schraube haften bleibt. Die Leiterbahnen habe ich durch vorsichtiges Schaben mit einem kleinen, scharfkantigen Schraubendreher durchtrennt. Der Umbau funktioniert bei mir seit mehreren Jahren einwandfrei und hat noch für Nachbarn einen netten Nebeneffekt, da eventuelles TVI oder BCI gemildert wird oder ganz verschwindet. Ein Hamcomm-Simpel-Konverter in Verbindung mit einem 500 Hz-CW-Filter zeigt bei mir dieselbe Empfindlichkeit wie ein DJ6HP-Filterkonverter. Für Amtor, RTTY, MFSK, PSK31 und Hellschreiben möchte ich auf das CW-Filter nie mehr verzichten. Wenn die LCD-Anzeige sporadisch ausfällt, kann die Ursache in Haarrissen auf der vorderen Leiterplatte liegen. Bei mir waren es zwei sehr lange Leiterbahnen, die zum Prozessor führen und sich auf der rechten, oberen Seite befinden. Der Fehler konnte mit Kältespray lokalisiert werden. Die verdächtigen Leiterbahnen wurden mit Schaltdraht überbrückt. Den Haarriss selbst konnte man selbst mit einer Lupe nicht erkennen. Nach der Reparatur trat der Wackelkontakt nie wieder auf. 4. Plötzliches Weglaufen der Frequenz bei gleichzeitiger Verschiebung der Filterkurve des Empfängers Neuabgleich der Filterlage: Ein Neuabgleich ist danach notwendig und geht ganz einfach, wenn man sich die Frequenz eines kräftigen AM-Senders, z.B. der der Deutschen Welle (6,075 kHz), bedient. Für USB (oberes Seitenband) stellt man in der Stellung USB die Frequenz auf genau 6,074 MHz, also 1 KHz tiefer. Nun verdreht man den für USB zuständigen Trimmkondensator so lange, bis der Träger des Senders Deutsche Welle einen Ton von genau 1 kHz erzeugt. Die Frequenz kann man z.B. mit dem Hamcomm-Programm oder noch besser mit der Wasserfallanzeige eines Soundkartenprogramm wie DigiPan für PSK31 feststellen. Für den Abgleich in LSB (unteres Seitenband) geht man entsprechend vor und stellt die Frequenzanzeige auf 6,076 MHz, also 1 kHz höher als der AM-Träger der Deutschen Welle. Mit dem Neuabgleich sollte man erst einige Stunden nach dem Beträufeln mit Alkohol beginnen, da sich während der Trocknungsphase die Frequenz ständig verstimmt. 5. Ausfall der Senderendstufe 6. Einbau eines zusätzlichen Mikrofonanschlusses auf der Rückseite Für den Sende-Betrieb digitaler Betriebsarten und SSTV wäre ein rückwärtiger Mikrofonanschluss von Vorteil. Das Loch für eine Cinch-Buchse lässt sich relativ leicht in das Plastigehäuse bohren. Damit die Massefahne der Buchse gegen die Gehäuse-Masse isoliert ist, muss die innenseitige Metallschicht um die Buchse herum abgekratzt werden. Beide Lötfahnen verbindet man mit 220nF-Kondensatoren. Diese verbindet man dann mit den Anschlüssen der Buchse J14, welche sich auf der Hauptplatine des FT-747GX befindet. Der Masseanschluss dieser Buchse befindet sich in Richtung des Endstufenblocks, was man mit einem Ohm-Meter überprüfen kann. Von der Rückseite betrachtet, findet man diese Buchse vorne links (siehe Foto). Von dieser Buchse geht ein abgeschirmtes Kabel ab.
Ich habe zusätzlich noch einige Wicklungen abgeschirmten NF-Kabels um einen Ferrit-Kern gewickelt, um das Einfließen von Hochfrequenz zu vermindern. Die Masse habe ich an einem Abschirmblech in der Nähe angelötet. Der Pegel und somit die Ausgangsleistung lässt sich weiterhin mit dem vorderseitigen Mikrofonpegeleinsteller verändern. Noch ein Tipp: Die Befestigungsmutter der Cinchbuchse sollte man mit Lack fixieren, da sie sich sonst mit der Zeit lockert. Die zwei 220nF-Kondensatoren verhindern Kurzschlüsse mit ihren katastrophalen Folgen durch versehentliche Verpolung. 7. Einbau eines zusätzlichen Kondensators für einen helleren Klang des Lautsprechers Nach Empfehlungen von DD0BI habe ich am NF-Verstärker zwischen C23 und R20 bzw. R21 einen 4,7 nF-Kondensator eingebaut. Durch diesen kleinen Eingriff habe ich den sehr erfreulichen Eindruck gewonnen, dass sich in SSB und AM die Verständlichkeit wesentlich verbessert. Durch das Fehlen der tieferen Frequenzen kann der kleine Lautsprecher auch nicht mehr das Gehäuse zum Scheppern bringen.
Bevor man den Kondensator auf der Lötseite anbringt, muss man eine Leiterbahn unterbrechen, die man ganz in der Nähe des Lautsprechers fndet. Diese Leiterbahn fällt dadurch auf, dass sie einen rechtwinkligen Bogen macht. Wer will kann mit noch kleineren Werten als 4,7nF experimentieren oder statt des Kondensators ein passives oder aktives Filter einsetzen. Trimmkondensator des LO austauschen: Nachdem ich die Trimmer für USB, LSB und CW ausgetauscht hatte (diese sind an der Rückwand erreichbar), zeigte sich nach einigen Jahren erneut eine Instabilität der Frequenz. Da die Erscheinung auf USB, LSB, AM und CW auftrat, hatte ich diesmal den Trimmkondensator des LO in Verdacht. Ein Besprühen mit Tuner-Spray verschlimmerte den Zustand nur noch. Deshalb tauschte ich ihn gegen eine stabilen Trimmkondensator aus Keramik (4 -20 pF) aus.
Danach war der FT-747GX wieder frequenzstabil. Der Trimmkondensator befindet sich neben dem 5,4000 MHz-Quarz auf der stehend angebrachten Platine, die auf der Hauptplatine gesteckt ist. Beim Montieren achte man darauf, dass der Anschluss, der mit der Einstellschraube verbunden ist, rechts sitzt, wenn man das Bauteil von der Bestückungsseite betrachtet.
Der Neuabgleich ist bereits hier unter "Neuabgleich der Filterablage" beschrieben. Dazu nimmt man wieder einen AM-Rundfunksender bekannter Frequenz und ein Soundkartenprogramm mit Wasserfallanzeige. Man verstellt den Frequenzanzeige um 2 kHz nach oben oder unten und kontrolliert die Frequenz in der Stellung USB oder LSB auf der Wasserfallanzeige. Den Trimmer stellt man so ein, dass sowohl in USB als auch in LSB ein Träger von 2 kHz auf der Wasserfallanzeige zu sehen ist. Als Rundfunksender verwende ich die Deutsche Welle auf 6075 kHz.
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 08:53 Uhr |