Mittelwelle empfangen mit einem DVB-T-USB-Stick an einer Rahmenantenne Drucken E-Mail
Montag, den 03. November 2014 um 16:53 Uhr

Mittelwellenempfang mit einem DVB-T-USB-Stick an einer passiven Rahmenantenne

Die Winterzeit eignet sich für Empfangsversuche auf Mittelwelle. Viele möchten gerne mit einem DVB-T-Stick und einem Up-Converter solche Versuche unternehmen. Leider kann nicht jeder eine lange Drahtantenne ins Freie spannen. Deshalb möchte ich hier ein paar Experimente mit einer Rahmenantenne vorstellen, die leicht nachzubauen ist, wobei der Nutzen vor Schönheit geht.

Zum Einsatz kommen

ein USB-DVB-T-Stick,
ein vorgeschalteter Up-Converter von Nooelec,
eine selbst gebastelte passive Rahmenantenne 30 cm x 40 cm und
die Software SDR#.

Die hier genannten Links liefern alle Erklärungen. Getestet habe ich den Mittelwellenempfang in den ersten Novembertagen gegen 17:00 Uhr Ortszeit nach Sonnenuntergang. Zum Vergleich habe ich eine 30 m lange Drahtantenne eingesetzt. Der Empfangsstandort ist etwa 150 km südwestlich von Stockholm in Schweden. Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.


So sieht das Mittelwellen-Rundfunkspektrum an einem 30 Meter langen Draht aus.


Nun kommt eine einfache Rahmenantenne zum Einsatz.


Das Spektrum an der Rahmenantenne sieht erst einmal enttäuschend aus.


Dreht man aber den RF-Gain der Software SDR# um 25 dB auf, sind viele Sender zu hören. Der Deutschlandfunk und RTL-Radio sind gut zu empfangen.

Es geht also doch mit einer Zimmerantenne, obwohl der Up-Converter von Nooelec mit einem Ringmischer arbeitet und deshalb im Gegensatz zu einem aktiven Mischer keine zusätzliche Verstärkung liefert. Im Vergleich zu einem Röhrenradio hat der Empfang doch mehr Rauschanteile. Aber die Trennschärfe ist dank DSP unübertroffen. Ich persönlich ziehe dennoch ein gutes Röhrenradio vor.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. März 2015 um 12:16 Uhr
 
3. Februar 2017

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