Digitale Betriebsarten im Amateurfunk mit PocketDigi auf einem PDA Drucken E-Mail
Dienstag, den 10. November 2009 um 14:04 Uhr

Digitale Betriebsarten im Amateurfunk mit dem Programm PocketDigi auf einem PDA

Wer im Amateurfunk mit digitalen Betriebsarten von unterwegs oder in der Natur auf Sendung und Empfang gehen möchte, braucht keinen schweres Notebook dazu. Dank der kostenlosen Software PocketDigi von OK1IAK reicht ein kleines PDA, um in den Digimodes qrv zu werden.

Mögliche Betriebsarten von PocketDigi: Das Programm kann folgende digitale Betriebsarten senden und empfangen: PSK31 und seine Varianten, RTTY, MFSK16, THROB, THROBX, Feldhell, Olivia, Contestia und RTTYM. Außerdem kann es saubere CW-Signale dekodieren.


Video oben: Empfang des Wetter-RTTY-Senders DDH 47 des DWD auf 147,3 kHz mit Hilfe eines Smartphones und der Software PocketDigi. Das Smartphone nimmt über sein Mikrofon die RTTY-Töne vom Lautsprecher des SSB-Empfängers auf. Unter http://www.elektronikbasteln.pl7.de/pocketdigi-fuer-pdas.html ist der Umgang mit PocketDigi, welches man auf Smartphones oder PDAs mit Windows Mobile installieren kann, erklärt. Die Frequenzen des DWD sind unter http://www.wetterstation-hamburg.de/bandplan-wetter.html#RTTY aufgelistet.

 

Beschaffung und Installation des Programms PocketDigi: Unter http://www.n0hr.com/PocketDigi/PocketDigi_intro.htm befindet sich die Breschreibung von PocketDigi und unter die PocketDigi_1_0_11.exe, welche wir auf unseren PC herunterladen.

1. ActiveSync installieren und beschaffen: Damit vom PC auf das PDA, welches als Betriebsystem Windows Mobile besitzt, Programme übertragen werden können, muss  ActiveSync auf den PC installiert werden, falls dies noch nicht gemacht worden ist. Bevor ich ActiveSync installiert habe, habe ich zur Sicherheit auf den PC die WindowsXP-KB942288-v3-x86.exe (Windows Installer 4.5 Redistributable - Deutsch) installiert, welche unter http://www.microsoft.com/do .... displayLang=de in unterschiedlichen Versionen zu bekommen ist. So hat es auch auf einem PC mit Windows XP Pro SP3 einwandfrei geklappt.

ActiveSync ist etwas schwer zu finden. Wenn wir kein Windows 7 oder Vista besitzen, müssen wir also z.B. für Windows XP ActiveSync Version 4.5.0 von http://www.microsoft.com/dow .. ayLang=en herunterladen. Wählen Sie dazu auf dieser Seite als Sprache "Deutsch" aus und klicken Sie auf den Knopf "Continue", der sich in der linken Ecke des dunkelgrünen Balken befindet. Unter http://www.microsoft .... nload.mspx findet man weitere Informationen zu den Programmversionen. Installieren Sie ActiveSync auf Ihren PC und nicht auf dem PDA! Anders ginge es auch nicht.

2. PocketDigi installieren: In meinem Fall habe ich mein PDA (HP 2110 mit Windows Mobile 2003) mit dem mitgelieferten Kabel mit dem USB-Anschluss des PC verbunden. Danach hat sich ActiveSync auf meinem PC selbständig aufgerufen. Falls sich ActiveSync nicht automatisch verbindet, muss man seinen PC neu starten. Ich habe dann in ActiveSync den Gastmodus gewählt und für die Installation die PocketDigi_1_0_11.exe auf dem Desktop meines PC ausgeführt. Dadurch hat sich PocketDigi auf meinem PDA automatisch installiert.


Hier zeigt DH3BEA Amateurfunk-Sende-Empfangsbetrieb mit einem kleinen QRP-Transceiver in einer Pillendose und dem PocketDigi auf einem PDA. Auf dem Fensterbrett steht seine Antenne.

Wie verbinde ich das PDA mit dem SSB-Transceiver? Empfangsmäßig reicht es aus, wenn das im PDA eingebaute Mikrofon die Signale aus dem Lautsprecher des Transceivers empfängt. Manche PDAs bieten die Möglichkeit an über einen 4-poligen Klinkenstecker den Mikrofonanschluss hinauszuführen. N0HR hat eine Liste solcher PDAs veröffentlicht. Unter http://www.x50v.it/content/view/1159/69/ ist die Konfektionierung der Kabel beschrieben. Es gibt auch eine Umbauanleitung für Mutige, die zeigt, wie man an der richtigen Stelle auf der Platine des PDA ein Mikrofonkabel herausführt. Ich habe mir aus einem Kopfhörer und zwei Gummibändern einen Akustikkoppler gebastelt. Im nachfolgenden Bild ist meine Lösung zu sehen. Er funktioniert wunderbar und gleichzeitig hat man noch einen leisen Mithörton.


Das PDA im beim Empfang von PSK31. Die Gummibänder halten den Kopferhörer auf das eingebaute Mikrofon. Der Kurzwellenempfänger muss SSB empfangen können.

Sendemäßig muss der Kopfhörerausgang über eine Potentialtrennung mit dem Mikrofoneingang des Transceivers verbunden werden. Zudem ist noch eine Vox notwendig, welche die PTT schaltet, wenn ein NF-Signal am Kopfhörerausgang anliegt. Empfehlenswert ist eventuell ein HF-Filter in Form eines bewickelten Ringkerns am Kopfhörerausgang, um die mögliche Störstrahlung des PDAs zu verringern. Das alles habe ich aber noch nicht ausprobiert. Außerdem habe ich festgestellt, das manche 3,5-mm-Klinkenstecker nicht in den Kopfhörereingang hineinpassen, weil sie zu groß sind.


Dekodieren von PSK31 auf dem 80m-Band.


Auswahl der verschiedenen digitalen Betriebsarten in PocketDigi.

Tipps zum praktischen Betrieb: Die Oberfläche erinnert sehr stark an Digipan. Auch ist die Bedienung ähnlich. Wer bereits mit digitalen Betriebsarten vertraut ist, wird beim Empfangen keine Probleme haben, das PocketDigi mit dem Stift zu bedienen. Doch beim Senden musste ich schon etwas probieren. Unter "Tools -> Setup -> Station Info" können die Eckdaten der eigenen Station eingetragen werden. Außerdem liefern die vorgefertigten Textbausteine eine Hilfestellung. Zusätzlich können weitere Textbausteine unter "mAcro -> Send file" geschrieben und aufgerufen werden. Das Rufzeichen der Gegenstation wird per Doppelklick oder besser gesagt per Doppeltippen auf den entsprechenden Schriftzug markiert, um es in die Zwischenablage zu verschieben. Damit lassen sich auch ohne Tastatur QSOs abwickeln, die allerdings eine persönliche Note vermissen lassen.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. März 2015 um 11:54 Uhr
 
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