Reparatur eines Batteriefaches - Blechbearbeitung Drucken E-Mail
Dienstag, den 23. Juli 2013 um 19:49 Uhr

 

Reparatur einer Batteriehalterung für zwei AA-Zellen -Blechbearbeitung

Ich bekam ein kleines Batteriefach in die Hand gedrückt mit der Bitte es zu reparieren. Da ich immer gerne Dinge repariere, habe ich mich sogleich an die Arbeit gemacht und den Verlauf Schritt für Schritt festgehalten.

Ein ausgefallene Batterie sorgte für Korrosion. Die Folge war eine abgebrochene Feder, wodurch eine der beiden Batterien keinen festen Sitz mehr hatte und ein Kontakt nicht mehr hergestellt werden konnte.

Nachfolgend die Fotodokumentation in kommentierten Bildern:


Das defekte Batteriefach. Oben rechts die abgebrochene Feder.


Beim linken Kontakt für den Minuspol ist die Feder abgebrochen. Leider konnte das defekte Blechteil nicht ausgebaut werden. Es saß zu fest und eine Nachbildung wäre nicht so einfach gewesen. Die Nase war nach unten gebogen und bot keinen Kontakt zum Minuspol der Batterie.


Die Nase wurde mit einem Glasfaserpinsel gereinigt und leicht nach oben gebogen. Dadurch bekam der Minuspol wieder Kontakt.


Allerdings fehlte nun für den gegenüberliegenden Pluspol eine Feder, die der Batterie einen sichern Sitz gewährt.


Das Blechteil konnte leicht herausgezogen werden, um ein neues mit zwei Federn anzufertigen.


Das ist das alte Teil.


Für ein neues Blechteil benötige ich Weißblech. Dies gibt es in alten Fernsehern als Abschirmung. Weißblech ist verzinntes Stahlblech und lässt sich gut löten und verarbeiten.


Aus dieser Abdeckung wird das neue Blechteil geschnitten.


Und dies geht mit einer Flachzange und einer Blechschere. Eine stabile Küchenschere würde mit diesem dünnen Blech auch zurechtkommen.


Mit einer Anreißnadel und dem alten Blech als Muster wurde ein Blechstreifen passender Breite geschnitten und hier angepasst.


Die zwei Nasen für die zwei Federn sind schon herausgeschnitten. Das geht entweder mit einer Laubsäge oder eleganter mit einer Knabberzange.


Die Werkzeuge: Ganz links die Knabberzange. Rechts eine Durchlaufschere.


Die beiden Nasen müssen jetzt mit einem Radius ungebogen werde. Dazu hilft ein 2-mm-Spiralbohrer.


Das Blech und der Spiralbohrer werden im Schraubstock eingespannt ....


... und mit einem Hammer ungebogen.


Das Zwischenergebnis.



Der Spiralbohrer wird wieder angelegt und mit der Hand ließen sich die beiden Blechnasen weiter umbiegen. Danach wurde die Oberfläche auf der Polierscheibe poliert und die linke Kontaktfeder bekam einen Klecks Lötzinn, der eine Erhebung bildete, damit der Minuspol einen sicheren Kontakt erhält.


Links das alte Teil und rechts das neue.


Passt! Etwas Verbiegen sorgt für einen sicheren Halt des neuen Bleches.


Mal sehen, ob die Batterien auch stramm sitzen?


So lässt sich die einst klappernde Batterie gut einsetzen.



Die Batterien haben nun wieder einen sicheren Halt. Das Voltmeter zeigt, dass ein sicherer elektrischer Kontakt gewährleistet ist. Die Reparatur ist abgeschlossen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 12. März 2015 um 07:47 Uhr
 

3. Februar 2017

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