| Richtiges Löten und Entlöten von SMD und bedrahteten Bauteilen |
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| Montag, den 15. November 2010 um 06:41 Uhr |
Richtiges Löten und Entlöten von SMD und bedrahteten Bauteilen in der ElektronikHier möchte ich die nach meiner Meinung besten Lehr-Videos zum Thema Löten (manuelles Löten) in der Elektronik vorstellen, welche ich in Youtube entdeckt habe. Da sie in englischer Sprache kommentiert sind, habe ich die Kernaussagen zusätzlich in Deutsch zusammengefasst. 1. Film - Richtiges Löten am Beispiel bedrahteter Bauteile: Dafür eine geregelte Lötstation mit etwa 50 Watt Leistung einsetzen. Die Lötspitze immer sauber halten und zwischendurch mit einem feuchten Schwämmchen oder rostfreier Stahlwolle von Zunder befreien, damit die Lötspitze die Wärme gut leitet. Vor dem Löten die Beinchen der Bauteile kürzen. Nach dem Löten dürfen die Beinchen nicht mit dem Seitenschneider gekürzt werden, denn dadurch entsteht eine Stoßwelle und feine Risse können nach Monaten oder Jahren einen Wackelkontakt erzeugen.
Beim Löten muss mit der Lötspitze die Leiterbahn und der Draht gleichzeitig mit der Lötspitze erhitzt werden. Die Lötspitze berührt deshalb gleichzeitig die Kupferfläche der Leiterbahn und den Draht. Um die Wärmeleitfähigkeit zu erhöhen, fügen wir Elektroniklot hinzu. Elektroniklot ist zu einem dünnen Röhrchen geformt, das in der Mitte immer Flussmittel enthält, um eine Oxidation der Metalle zu verhindern. Wenn während des Lötens das Flussmittel raucht, ist dies ein gutes Zeichen, dass noch Flussmittel vorhanden ist. Nach ein oder zwei Sekunden ist dann die Lötstelle fertig, die blank und glänzend aussehen muss. Halbleiter (Transistoren, ICs u.s.w.) sollten nicht länger als 10 Sekunden erhitzt werden, da sie sonst zersört werden. Dies gilt besonders beim Auslöten, da hier die elektronischen Bauteile zusätzlich mechanische belastet werden. Zum Löten eignet Elektroniklot aus einer Zinn-Blei-Legierung, weil dieses einen niedrigeren Schmelzpunkt besitzt und zudem weiterhin in vielen Bereichen der Elektronik zulässig ist, wo es auf Zuverlässigkeit ankommt. Dies ist zum Beispiel für die Automobil-Elektronik der Fall. Bleifreies Lot ist wegen seines höheren Schmelzpunktes im Selbstbau und bei Reparaturen weniger geeignet. 2. Film - Löten von SMD-Bauteilen: Eigentlich erklärt sich das Video von selbst. Wichtig ist der Einsatz einer sehr dünnen Lötspitze und eines geregelten Lötkolbens, der ebenfalls um die 50 Watt haben soll. Dann ist der Einsatz von zusätzlichem Flußmittel entscheident für den Erfolg beim SMD-Löten. Eine Lötspitze habe ich mir selbst hergestellt, in dem ich sie mit der Feile zugespitzt habe, während die Lötspitze in der Bohrmaschine eingespannt war und rotierte. Anschließend habe ich mit Schleifpapier nachgearbeitet und die Lötspitze verzinnt.
Das Löten von QFN MLF Chips mit Heißluft oder dem Lötkolben ist auch von Hand machbar und im Film unter http://youtu.be/c_Qt5CtUlqY in Wort und Bild erklärt.
Lupen und Sehhilfen: Im ersten Film kommt eine Uhrmacherlupe zum Einsatz. Es besteht auch die Möglichkeit mit anderen Vergrößerungsgläsern zu arbeiten, die sich mit Lesebrillen um die 2 bis 3 Dioprien kombinieren lassen. Diese kosten im Kaufhaus nur wenige Euro.
Beleuchtung: Bei allen Arbeiten ist gute Beleuchtung sehr wichtig. Mit zunehmenden Alter benötigen die Augen mehr Helligkeit. Das Licht sollte zudem von verschiedenen Lampen aus verschiedenen Richtung kommen, um Schattenbildung zu vermeiden. Entlöten bedrahter Bauteile: Dazu sind kleine Entlötpumpen und Entlötlitze, die das Lötzinn aufsaugen, geeignet. Entlötlitze ist auch für das Entfernen unerwünschter Lötbrücken sehr geeignet. Um die nicht durchkontaktierten Lötaugen vom Lot zu befreien, eignet sich eine Bleistiftspitze oder eine dicke Nähnadel, dessen rostfreier Stahl kein Lot annnimmt. Bedrahtete Elektronik-Bauteile wie Kondensatoren und Widerstände können zusätzlich mit einem dicken Nagel oder einem dünnen Schraubenzieher vorsichtig ausgehebelt werden.
Löt-Videos von SM0VPO auf britischem Englisch in drei Teilen:
Aus- und Einlöten von Elkos auf Computer-Motherboards: Dies habe ich unter http://www.ele .. asteln.pl7.de/defm ... schen.html ausführlich beschrieben. Hier muss ein 100-Watt-Lötkolben zum Einsatz kommen, da die inneren Lagen der Computerleiterplatten große Masseflächen enthalten, welche der Lötstelle sehr viel Wäme entziehen. Zudem müssen die durchkontaktierten Lötaugen mit einem dünnen Spiralbohrer von etwa 0,7 mm Durchmesser aufgebohrt werden. Löten von Aluminium: Die Oxid-Schicht auf der Aluminiumoberfläche verhindert in der Regel, dass das Lötzinn eine Legierung mit dem Aluminium eingehen kann. Unter loeten-von-aluminium.html habe ich einen kleinen Film von mir vorgestellt, der zeigt, wie es mit Hilfe von Schmieröl, welches die Aluminiumoberfläche vor Sauerstoff und damit vor einer Oxidation schützen soll, trotzdem geht. Andere Quellen empfehlen statt Schmieröl Kerzenwachs oder Paraffin. Entlöten mit der Heißluftpistole: Dies habe ich unter http://www.el ... ssluft.html beschrieben. Ich halte es für eine sehr grobe Methode, die Bauteile zerstören kann. Außerdem entstehen giftige Gase. Diese Methode verwende ich nur im Freien, um Leiterplatten auszuschlachten.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 24. Dezember 2011 um 22:14 Uhr |
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3. Dezember 2012
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Volker, SM5ZBS