Defektes Tablet-PC öffnen und reparieren Drucken E-Mail
Dienstag, den 20. September 2016 um 10:20 Uhr

Ein defektes Tablet-PC öffnen und reparieren

Bei einem Tablet-PC ( Denver TAD-97052 ) funktionierte die Akkuladung wegen einer defekten Akkuladebuchse nicht mehr. Eigentlich ein Fall für die Elektronikentsorgung. Dabei ist die Reparatur relativ einfach, wenn man mit einem Lötkolben umgehen kann.

Werkzeuge: Lötkolben, Uhrmacher-Schraubenziehersatz, Cutter-Messer, Lötzinn, weiche Unterlage, helle Beleuchtung und das gute Gefühl, dass ein repariertes Gerät etwas weniger Abfall bedeutet und den Geldbeutel schont.

Problem und Lösung: Die fest eingebauten Akkus konnten nicht mehr geladen werden, weil sich der innere Stift der Ladebuchse gelöst hatte. Diesen Stift musste ich also nur neu anlöten. Die Hauptschwierigkeit lag im Öffnen des Gehäuses und im Ausbau der Leiterplatte. Die nachfolgende Anleitung ist eine Hilfestellung für viele Tablet-PC-Modelle. Bei allen Arbeiten verhindert eine weiche Unterlage Kratzer. Bei trockener Luft Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung ergreifen:


Das defekte Tablet-PC kann seine Akkus wegen der defekten Ladebuchse nicht mehr laden.


Wie entfernt man den Deckel der Rückseite?


Auf der rechten Seite sind die beiden Schrauben zu entfernen und eventuell die Speicherkarte (Micro-SD) ausbauen.


Die winzigen Teile sind gut aufzubewahren. Naja, 2GB ist schon etwas wenig für eine Speicherkarte.


Nun müssen wir die Snap-In-Befestigung der Rückseite lösen. Das geht mit einem Cuttermesser,


den wir als Hebel nutzen.


Dann ist der Spalt breit genug für einen kleinen Schraubenzieher, mit dem wir längs der Nut entlangfahren.


Der Deckel ist entfernt. Rechts die beiden Akkus. Links die Leiterplatte.


Am Deckel klebt noch der Lautsprecher, der sich mit einem Schraubenzieher entfernen lässt.


Der kleine Lautsprecher und die Snap-In-Befestigungen des Deckels.


Der Lautsprecher ist nur leicht festgeklebt.


Ansicht von oben. In der linken oberen Ecke das Kamera-Modul.


Die WLAN-Antenne im Vordergrund. Dahinter eine der beiden Akkus. Die Frage ist, ob Ersatz zu beschaffen ist. In der Bucht habe ich ähnliche Akkus für 3,7 Volt gefunden. Ob sie wirklich passen und für die Ladeschaltung geeignet sind, weiß ich nicht.

Akkus ersetzen: Leider habe ich keine exakt baugleichen Akkus in der  Bucht gefunden. Manch Anbieter schlagen ähnliche als Ersatz vor, wenn sie von der Spannung und den Abmessung her passen. Leider habe ich damit noch keine Erfahrung gesammelt. Falsche Akkus, die nicht zur Ladeschaltung passen, birgen immerhin das Risiko zur Brandgefahr. Die Akkus sind einfach nur draufgeklebt.


Die defekte Ladebuchse sitzt unterhalb der Leiterplatte, die ausgebaut werden muss. Sie ist mit drei kleinen Kreuzschlitzschrauben befestigt.


Das Flachband-Kabel zum Kameramodul lässt sich lösen, wenn die Klappe der Buchse mit einem Schraubenzieher hochgeklappt wird. Hier sollte man den Schraubenzieherklinge mit Klebeband isolieren.


Das andere Flachbandkabel lässt sich herausziehen. Nun kommt die Rückseite der Leiterplatte zum Vorschein.


Die schwarze Buchse ist die Ladebuchse.  Der zentrale Stift der Buchse ist herausgedrückt, weil sich eine Lötstelle durch die mechanische Belastung gelöst hat.


Das ist der Stift der Ladebuchse.


Der linke Lötpad der Buchse ist bereits verzinnt. Den Stift von hinten hineinstecken und verlöten. Beim Verlöten den Ladestecker einstecken, damit der Stift zentriert sitzt. Das ist alles.


Nach dem Zusammenbau funktioniert das Laden der Akkus wieder. Zeitaufwand 1 bis 2 Stunden.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. September 2016 um 08:45 Uhr
 

3. Februar 2017

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