Wobbeln der AM-ZF mit dem FA-NWT Drucken E-Mail
Donnerstag, den 15. August 2013 um 08:38 Uhr

AM-Zwischenfrequenz-Abgleich mit dem Netzwerktester (FA-NWT) durch Wobbeln

Mit dem Netzwerktester des FUNKAMATEUR (FA-NWT) wird hier als Beispiel bei einem Transistorradio durch Wobbeln die AM-ZF auf 460 kHz neu abgeglichen. Am letzten ZF-Filter erfolgt die Auskopplung der AM-ZF durch einen aktiven Tastkopf mit hochohmigen Eingang. Das Wobbelsignal ist ganz lose kapazitiv am Antenneneingang eingekoppelt, während das Radio auf Kurzwelle steht. Das Wobbelsignal auf der ZF von 460 kHz schlägt dann trotzdem durch.

Abgegriffen wurde die unmodulierte ZF mit einem hochohmigen, aktiven Tastkopf zwischen dem letzten Filter und der Diode für die AM-Demodulation. Der FA-NWT hat an seinem Eingang bereits einen Demodulator.


Der Messaufbau. Links das Radio.


Abgreifen der unmodulierten ZF mit einem hochohmigen, aktiven Tastkopf.


Der rote Pfeil deutet auf den Abgreifpunkt zwischen dem letzten Filter und der AM-Gleichrichterdiode.


Das Wobbelsignal des FA-NWT wurde ganz schwach kapazitiv über den Antenneneingang eingekoppelt. Die beiden isolierten Kabel berühren sich nur. Die schwache Einkopplung hat den Vorteil, dass die ZF-Regelung noch nicht anspringt und das Messergebnis verfälscht.

Am Ausgang des Tastkopfes liegt das Signal mit 200 mVss an. Trotzdem habe ich am Eingang des Netzwerktesters noch ein 10dB-Dämpfungsglied vorgeschaltet, damit das Eingangs-IC des NWT ja nicht zerstört wird.

In einem Video ist der Vorgang dokumentiert:


Wobbeln der AM-ZF mit dem Netzwerktester der Zeitschrift Funkamateur. Das Geräusch stammt vom Wobbeln.

Das Radio war ein Transistorradio Telefunken jubilate 301 a aus den Jahren 1968 bis 1970. Zum Vergleich und zur Sicherheit habe ich danach die ZF nach Gehör eingestellt, während eine schwach einfallende Kurzwellenstation empfangen wurde. Eine Verbesserung konnte dadurch nicht erreicht werden.

In der Praxis ist es also bei diesem Radio egal, ob die AM-ZF nach Gehör oder mit dem Wobbler abgeglichen wird. Der gehörmäßige Abgleich lieferte denselben Frequenzgang. Eine eventuelle Welligkeit im Durchlassbereich war übrigens gehörmäßig nicht festzustellen.

Und so sieht die Durchlasskurve aus. Durch das Rauschen ist der Sperrbereich so zackig geworden:


Die Durchlasskurve nach dem Abgleich. Die zackigen Linien im Sperrbereich stammen vom Rauschen.


Die Wobbelkurve wird auf dem PC-Monitor dargestellt.


Der FA-NWT: Links der 50-Ohm-Ausgang mit dem Wobbelsignal, 2 Vss, rechts der 50-Ohm-Eingang, dem ein 10-dB-Dämpfungsglied vorgeschaltet wurde.


Das ZF-Signal am Ausgang des Tastkopfes hatte 200 mVs, was ich vor dem Anschließen an den NWT mit dem Oszilloskop zur Sicherheit geprüft hatte.


Schließt man den aktiven Tastkopf an ein Oszilloskop, muss dieses direkt am Eingang mit einem 50-Ohm-Widerstand abgeschlossen werden. Hier kommt ein T-Stück und ein Abschlusswiderstand aus der alten Netzwerktechnik zum Einsatz. Bei einer Arbeitfrequenz von 460 kHz sind diese Bauteile noch sehr gut geeignet.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. März 2015 um 12:24 Uhr
 

3. Februar 2017

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