| Bauanleitung Wobbelsender mit MAX038 |
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| Geschrieben von: Volker Lange-Janson | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dienstag, den 09. Juni 2009 um 10:42 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bauanleitung eines einfachen Wobbelsenders von 100 Hz bis 20 MHz
Der
nachfolgend beschriebene Wobbelgenerator (sweep generator) basiert auf
einem MAX038 von Maxim. Dieser Wobbelsender überstreicht in 12
überlappenden Bereichen einen Frequenzbereich von unter 100 Hz bis 20
MHz. Er eignet sich als Prüfsender und in Verbindung mit einem
Oszilloskop zur Darstellung von Frequenzgängen. Zum Erfassen der
Frequenz kann ein digitaler Frequenzzähler angeschlossen werden. Durch
die Möglichkeit von Hand Wobbeln zu können, lässt sich für jeden Punkt
des Frequenzgangs die genaue Frequenz ablesen. Dadurch entfällt die
Notwendigkeit eines Markengebers. Unter http://www.maxim-ic.com
konnte man sich übrigens ein kostenloses Muster des MAX038 wahlweise im
SMD- oder DIL-Gehäuse schicken lassen. Leider macht dies Maxim nicht
mehr. Das IC soll es noch bei Conrad geben. Leider ist das IC auch
nicht mehr ganz billig.
Kurzdaten des Wobbelgenerators:
Die Schaltung des Wobbelsenders (Wobbelgenerators): Link zum Schaltbild des Netzteils Hinweise zum Stromlaufplan (Schaltbild des Netzteils), welches 5 Volt negativ und positv liefert. Um Brumm zu vermeiden, ist es verdrosselt und besitzt Kondensatoren parallel zu den Gleichrichterdioden. Die Festspannungsregler sind 5 V / 1 A-Typen. Kühlbleche sind nicht erforderlich. Im Gegensatz zur Angabe im Schaltbild sollte der Netztrafo sekundär mindestens 150 mA liefern können, besser sind 200 mA. Link zum Schaltbild des Oszillators Hinweise zum Stromlaufplan (Schaltbild des Oszillators): Das Herz des Wobbelsenders (Wobbelgenerators) besteht aus dem MAX038 von Maxim. Pin 8 ermöglicht eine spannungsabhängige Frequenzänderung für das Wobbeln und ist mit dem Sägezahngenerator verbunden. C13 war notwendig, um in den unteren Frequenzbereichen wilde Schwingungen zu unterdrücken und ist direkt an der rückwärtigen Buchse anzubringen.
Die Aufteilung der 12 Frequenzbereiche. Ein 11 pF-Kondensator ist permanent im Einsatz und den anderen Kondensatoren immer parallel geschaltet. Der
MAX038 kann außerdem noch ein Dreieck- und Rechtecksignal generieren.
Doch darauf wurde in dieser Schaltung verzichtet. Auch wurde der
Sync-Ausgang nicht aktiviert, um Störungen durch das Rechtecksignal zu
vermeiden. Mehr dazu steht im Datenblatt des MAX038.
Hinweise zum Schaltbild (Stromlaufplan) des Sägezahngenerators: Der
Widerstand R10 ist frequenzbestimmend. Um Verzerrungen zu vermeiden,
sollte die Wobbelfrequenz möglichst niedrig sein. Die Schaltung ist mit
einem einzigen TL084 realisiert. R10 kann man auch durch einen
1-Mega-Ohm-Potentiometer ersetzen. R11 kann auf 47 kOhm verkleinert
werden, damit der Strahl schneller zurückläuft. Der eigentliche Sägezahngenerator besteht aus den Operationsverstärkern U2A und U4A und stellt eine Standardschaltung dar. Ohne die Diode D4 würde man ein Dreiecksignal erhalten. Das Prinzip Umschaltmöglichkeit zwischen automatisch und manuell habe ich in der Funkschau Heft 2 bis 4 1984 (Harald Braubach, Wobbeln bis 30 MHz) entdeckt.
Konstruktiver Aufbau des Wobbelsenders (Wobbelgenerators):
Die Seitenteile des Gehäuses bestehen aus etwa 5 cm hohen Press-Spahn-Platten (gehobelte Dachlatten gehen auch). Front und Rückseite sind Alumuniumbleche. Boden und Deckel bestehen aus dünnem Sperrholz. Blechschrauben halten den Deckel und die Aluminiumbleche zusammen. Der Boden wurde mit Heißkleber auf die Seitenteile geklebt. Beim Kleben sorgt ein Kantholz für den rechten Winkel der Seitenteile. Die Muttern sind mit Lack zu sichern. Auf der Unterseite sind für die M3-Schrauben Unterlegscheiben zu verwenden.
Praktisches Arbeiten bei der Untersuchung von Filtern:
Beim Wobbeln kann man natürlich die Frequenz nicht ablesen, da sich ja die Frequenz dauernd ändert. Um nun die Eckpunkte des Filterkurve ermitteln zu können, stellt man den Wobbler auf manuell. Vorher nimmt man die Helligkeit des Strahls stark zurück, damit der nun sichtbare Leuchtpunkt nicht einbrennen kann. Verdreht man nun das Poti "Man." wandert der Leuchtpunkt entlang der Filterkurve und gleichzeitig erscheint die exakte Frequenz auf dem angeschlossenen Digitalzähler (Gesamtansicht des Messaufbaus, 88 KB). Die Grenzen des Wobbelsenders: Außerdem
habe ich den Oszillatorteil des Wobbelsenders nicht abgeschirmt.
Deshalb reichen schon wenige cm Draht am Ausgang des Wobbelsenders als
Antenne, um einen in unmittelbarer Nähe befindlichen Empfänger damit zu
speisen. die Empfindlichkeit eines Empfängers lässt sich also damit
nicht messen. Allerdings kann man aber durchaus auf optimale
Empfindlichkeit abgleichen. Deshalb spreche ich hier nicht von einem
Mess-Sender sondern von einem Prüfsender. Schließt mant einen
Frequenzzähler an, scheint die Frequenz ober von 1 MHz unregelmäßig
hin- und herzuschwanken. Laut Datenblatt liefert der MAX038 einen Sinus mit einem Klirrfaktor von etwa 2%. Dadurch lassen sich die Oberwellen bis etwa 50 MHz für Abgleicharbeiten nutzen. Datenblätter und Downloads: Historische Buchempfehlung: Links: |
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Juli 2009 um 20:02 Uhr |