Zusammenbau des Netzwerktesters der Zeitschrift FUNKAMATEUR
Nachfolgend meine Anmerkungen über den Zusammenbau des Netzwerktesters (NWT), welcher als Bausatz über die Zeitschrift Funkamateur erhältlich ist. Da
ich eine Bausatzphobie habe, musste ich mich schon erheblich überwinden
das Paket zu öffnen. Die teilbestückte Platine habe ich schon einmal
vorsichtig berührt. Die noch einzulötenden Bauteile kommen mir vertraut
vor und lösen (noch) keine Panikattacken aus. Wenn ich nur wüsste, was
ich für eine Version bekomme habe. Auf dem Lieferschein steht NWT01
Komplettbausatz inkl. Weißblechgehäuse. Mehr nicht. In Stichworten das Wichtigste:
Eine ausführliche Bausatzmappe ist beigefügt. Alle SMD-Bauteile sind
schon bestückt und verlötet. Wie empfohlen eine dicke Lötspitze
verwenden, da die Masseflächen viel Hitze abführen. Vor dem Bestücken
unbedingt die Abstandsbolzen montieren, damit die vorbestückten
SMD-Spulen nicht beschädigt werden. Das Gehäuse und die Abschirmungen
nicht verlöten, damit spätere Erweiterungen möglich sind. Die Gehäuse
der Spannungs-Stabilisator-ICs habe ich nicht verlötet. Ein erstes
Problem trat bei der Bestückung der Elkos auf. Die Drähte waren zu
dick. Durch Schaben mit einem Cutter machte ich sie dünner, bis sie
durch die Platinen-Bohrungen passten. Es war nicht klar, welchen Wert C35 hat. Er hat 1 nF keramisch, RM=2,5 mm. Hier mein Arbeitsplatz: Man sieht, dass meine Augen immer mehr Hilfsmittel benötigen. Die teilbestückte Platine: Hier in ganz groß: nwt03.jpg Das
Drauflöten der Festspannungsregler halte ich für ein riskantes Vorhaben
und ich habe es aufgegeben. Jeder hat einen anderen Lötkolben und ich
will das Bauteil nicht zu Tode braten. Später biege ich mir lieber
kleine Bleche, die ich an die Festspannungsregler schraube. Aber auch
das war dann später im Dauerbetrieb nicht notwendig. Nächster Tag. Die Platine ist fast fertig bestückt: Großansicht hier: nwt06.jpg
Alle M3-Schrauben waren nicht im Bausatz dabei. Alle stehenden
schwarzen Elkos konnte ich durch dünner Schnitzen ihrer Beinchen in die
Bohrungen stecken. Die LED werde ich später einsetzen und den PIC
ebenso. Für die Lötungen hat sich eine dickere Lötspitze bewährt, da
die Masseflächen doch viel Wärme abgeleitet haben. Bevor ich
vorsichtig die Betriebsspannung hochfahre, werde ich nochmals alle
Bauteile und Lötungen überprüfen. Die beiden großen Festspannungregler
kamen im Betrieb auch ohne Kühlbleche aus. Betriebsspannung von O Volt hochfahren:
Zur ersten Inbetriebnahme soll die Betriebsspannung langsam von Null
Volt beginnend hochgefahren werden, während die diversen internen
Versorgungsspannungen kontrolliert werden müssen. Leider habe ich nur
ein Netzteil, das eine minimale Spannung von 5 Volt abgibt. Zum Glück
fand ich eine dicke 5 Volt-Z-Diode, die ich dem Netzteil vorschaltete.
Dann fügte ich noch einen Lastwiderstand und einen Elko hinzu und bald
kommt die Stunde der Wahrheit. So sieht meine zusammengepfuschte Hilfsschaltung aus: Eigentlich primitiv, aber nicht jeder kommt sofort auf die Idee. Jedenfalls habe ich dafür zwei Jahre benötigt. Die Z-Diode liegt in Serie zum Netzteil. Der Widerstand R1 stellt den Verbraucher dar. An der Z-Diode fallen -5 Volt ab:
Nachfolgend die Simulation, bei der die Spannungsquelle (Netzteil) von
5 bis 20 Volt gesweept wurde. Dieser Sweep wurde wiederholt, wobei
jedesmal der Lastwiderstand von 10 bis 200 Ohm verändert wurde. Die
roten Graphen erklären sich durch den differentiellen Innenwiderstand
der Z-Diode: Der NWT braucht etwa 150 mA, glaube ich jedenfalls. Dann muss die Z-Diode 0,75 Watt Verlustleistung vertragen können. Erste Inbetriebnahme: Die Durchgangsmessung funktioniert.
Ich habe dafür einfach ein 10,7 MHz-Filter aus der Bastelkiste
genommen. Dabei war mir die Anpassung egal. Hauptsache, man sieht, dass
es funktioniert. Der alte 500 MHz-Rechner schafft das auch problemlos Jetzt
muss noch das Netzteil gebaut werden und alles in Gehäuse verpackt
werden. Ab jetzt wird sich mein Bastel-Dasein radikal verändern und der
Winter darf kommen. So sieht der NWT in seinem Gehäuse aus: Klarsichtklebeband
hält den Deckel fest. Die Seitenteile werde ich erst später mit der
Platine verlöten. Gummifüße habe ich dem Gehäuse spendiert, denn sonst
rutscht das gute Stück sehr leicht vom Tisch. Mein Netzteil
für 12 Volt DC wird auch noch ein anständiges Gehäuse bekommen.
Vorläufig muss eine alte Plastikschale dazu dienen: Ausmessen eines Quarzes: quarz.jpg Weitere Literatur zum FA-NWT: http://sm5zbs.ham-radio-op.net/x/NWT/ Inzwischen habe ich die Software WinNWT Version 2.06 von http://www.dl4jal.eu/hfm9.htm heruntergeladen. Sie ist bequemer zu bedienen (Anleitung hier)
und ermöglicht den NWT als VFO zu betreiben. Außerdem belastet die neue
Software meine 500-MHz-CPU nur zu 75% unter Windows 2000. Bei der
ursprünglichen DK3WX-Software war der Rechner zu 100% ausgelastet. Ein Update der Firmware war nicht notwendig. Die Software gibt es auch für Linux. Im
Bild sind man die -80 db-Kurve, wenn beide Anschlüsse, Signalquelle und
Messeingang, offen sind. Ich habe noch keine Abschirmbleche verwendet. Einen Reflexionsmesskopf http://sm5zbs.ham-radio-op.net/x/nwt/Literatur%20zum%20FA-NWT/BX-066.pdf will ich mir noch anschaffen. Der
kleine Blechkasten fängt an mich süchtig zu machen. Eben habe ich mal
ein Filter mit zwei Quarzen und drei Trimmkondensatoren durchgemessen.
Hier seine Filterkurve: ladder.jpg Das Filter ist nur zum Üben und nicht für den praktischen Einsatz: Fantastisch,
welche Möglichkeiten sich jetzt eröffnen. Für Eweiterungen werde ich
das Gehäuse noch nicht zusammenlöten. Es hält auch mit Klebeband
zusammen. Auch werde ich die Abschirmbleche noch nicht einlöten. Beim
FA werde ich mir dann den zweiten Messkopf, den Richtkoppler und das
Heft von dem OM Nussbaum bestellen. Auch wenn es bessere Richtkoppler
gibt, will ich der Einfachheit wegen ihn beim FA bestellen. Das
Gehäuse habe ich, da ich noch nicht weiß, was mich die Zukunft
erwartet, noch nicht verlötet. Trotzdem ist die Schirmung für meine
Zwecke voerst ausreichend. Später werde ich den den FA-NWT in ein
weiteres Gehäuse unterbringen, in dem auch das Netzeil und weiteres
Zubehör Platz findet. Auf http://www.darc-husum.de/nwt1.html gibt es jede Menge Anregungen dazu.
Im Funkamateur 7/08 wird auf S. 737 ein S-Parameter-Zusatz von DK4SX
beschrieben. Von solchen Sachen konnte man als Amateur vor 10 Jahren
nur träumen. Unter quarzfiltergross.jpg ist noch eine Filtermessung abgebildet, weil sie so schön ist.
|